te Laake, Heinz

te Laake, Heinz

* 1925 Berlin ✝ 2001 Erbach im Rheingau
Heinz te Laake wird 1925 in Berlin geboren. Er studiert von 1945 bis 1950 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin bei Karl Schmidt-Rottluff – direkt in den ersten Nachkriegsjahren in Deutschlands zerstörter Hauptstadt. Der Künstler unternimmt längere Studienreisen durch Europa, und vertieft seine malerischen Kenntnisse zu den Klassikern mit längeren Studienaufenthalten im Louvre in Paris und im Nationalmuseum in Athen. Er lässt sich darauf als freischaffender Künstler zuerst in Düsseldorf, später auf Schloss Reinhartshausen im Rheingau, in einer Atelierwohnung zusammen mit seiner Frau Marlis te Laake, nieder
 
Einladungen von Sammlern und öffentliche Aufträge führen ihn immer wieder zu längeren Aufenthalten quer durch Europa. Neben seiner Malerei entwickelt er seit 1957 kinetische Objekte, bewegte Bilder und Skulpturen mit Uhrwerken, die sich heute in vielen internationalen Sammlungen finden, u.a. im Stedelijk Museum in Amsterdam oder im Musée des Arts Decoratifs in Lausanne. Der Sammler Theodor Ahrenberg schätzt die malerischen Werke des Künstlers besonders. Heinz te Laake verbrachte mehrere Aufenthalte in seinem Atelier Le Rocher in Chexbres. Dort malt und lebt er und lernt so zahlreiche Künstler, wie Kunstförderer kennen.
 
Te Laake beschäftigt sich immer wieder mit Themen der angewandten Kunst und gestaltete neben den Uhren auch Sammlerporzellane, Tischdekorationen, unter anderem für Ritzenhoff und Künstleretiketten für verschiedenen Rheingauer Weingüter, neben Schloss Reinhartshausen namentlich für das Weingut Balthasar Rees.
 
Te Laakes Werk ist vom figurativen Stil der klassischen Moderne ebenso inspiriert wie von ihrer farbig-expressiven Bildsprache. Der farbige Duktus seines Lehrers Schmidt Rottluff scheint immer wieder durch. Sein Stil und seine Motive erinnern an die zarte, selbstbewusste Linie Cocteau´s und der Auffassung von Matisse.
Heinz te Laake schafft in den 60er und 70er Jahren Werke, die ganz im Ausdruck und Lebensgefühl der Popart Bewegung dieser Jahre stehen. Die Zeit des Umbruchs, der sexuellen Freiheit, der Faszination des Easy Riders bringt te Laake dekorativ und mit großem, dynamischen Impuls auf die Leinwand. Er bleibt diesem Stil auch in den folgenden Jahrzehnten treu.
 
Seine Aktmalerei zeigt einen Blick ohne Scham, voller Lust, sicher in eleganten Konturen gesetzt. Die Schönheit und die Freude am Dargestellten verleihen seinen Werken eine besondere Präsenz.
 
Heinz te Laake stirbt 2001 in Erbach im Rheingau.
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